Sommerkonzert 2021

von Music for Future in Kooperation mit Fridays for Future Halle

Klicke einfach auf den Banner, um direkt zur Webseite vom Sommerkonzert zu kommen!

Am 14. Mai wird die Fridays for Future Deutschland AG „Music for Future“ ihr Sommerkonzert in Halle (Saale) veranstalten – für euch live auf YouTube übertragen!

Was ist das Sommerkonzert?

Das Sommerkonzert ist ein Projekt von Music for Future Deutschland, bei dem Künstler*innen verschiedenen Bekanntheitsgrades zusammengebracht werden, um in einem Livestream mit ihrer Reichweite für die Probleme der Klimakrise sensibilisieren zu können. Das Konzert wird auf Youtube gestreamt. Im Livestream wird Musik der Hauptteil sein, allerdings werden vorproduzierte Videos auch auf die Probleme und auf Themen aufmerksam machen, die mit der Klimakrise zusammenhängen. Zum Beispiel behandeln diese erneuerbare Energien und Kohlekraft.

Warum unterstützen wir das Konzert?

Wir als Fridays for Future Halle sehen Musik als wichtiges Ausdrucksmittel, denn Musik ist überall und wird überall gehört. Wir freuen uns, dass das Sommerkonzert in Halle ausgetragen wird und wir somit als lokale Ortsgruppe tatkräftig mithelfen können!

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Globale Veränderung – lokale Wirkung Wie der Klimawandel das Leben in Mitteldeutschland verändert

Ein wissenschaftlicher Diskurs zu den wichtigen Fragen unserer Zeit.
Freitag, den 06.11.2020, 17-18.30 Uhr

Bereits seit mehreren Jahren ist ein Anstieg an globalen wie an regionalen Hitzerekorden zu verzeichnen. Auch das Jahr 2020 macht hierbei keine Ausnahme. Zugleich erlebte Sachsen-Anhalt in diesem Jahr den dritten Dürresommer in Folge. Hängen diese Phänomene zusammen? Spüren wir hier in Mitteldeutschland bereits die ersten Konsequenzen des Klimawandels?  

Wir laden euch gemeinsam mit der Leopoldina am 06.11.2020 17 Uhr zu einer virtuellen Diskussionsveranstaltung zum Thema „Globale Veränderung – lokale Wirkung. Wie der Klimawandel das Leben in Mitteldeutschland verändert“ ein, um diesen Fakten auf den Grund zu gehen. Dazu werden wir vier Expert*innen miteinander und mit euch ins Gespräch bringen. Die Diskussion soll sich um vier Fragenkomplexe nach den konkreten lokalen Auswirkungen der globalen Klimakrise drehen:  

  1. Mit welchen Methoden lassen sich lokale Wetterphänomene mit dem Klimawandel in Beziehung setzen? 
  2. Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf die Ökosysteme in Mitteldeutschland jetzt und in absehbarer Zukunft?  
  3. Welche wirtschaftlichen Auswirkungen gibt es bereits heute und mit welchen ist zukünftig zu rechnen?  
  4. Welche politischen Gestaltungsmöglichkeiten haben wir, um den Klimawandel noch zu begrenzen und um mit seinen Auswirkungen umzugehen? 

Vorab wird Stefan Rahmstorf (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung) in einem kurzen Impulsvortrag eine gemeinsame Ausgangsbasis für die Podiumsdiskussion schaffen.

Unsere Gäste sind:

Claudia Dalbert (Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen- Anhalt)
Stefan Rahmstorf (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung) 
Ernst Rauch (Chef-Klimawissenschaftler Munich RE)  
Josef Settele (Umweltforschungszentrum der Helmholtz-Gemeinschaft) 

Während der Publikumsdiskussion habt ihr die Möglichkeit den Expert*innen eure kritischen Fragen zu stellen!

Online unter:

ZOOM: https://us02web.zoom.us/j/84580250865  (keine Registrierung erforderlich)
oder
Youtube Kanal von Fridays for Future Deutschland: https://youtu.be/CcqomZYrqx4

Wir freuen uns auf euch!

LuWu frei(t)räumen

LuWu Frei-Träumen, LuWu Freiräumen: Freitag, 25.9.2020, 15:00 – 20:00 Straßenfest, Demo (FFF und ADFC Halle/Saale)

Die Ludwig-Wucherer-Straße ist geprägt vom Spannungsfeld zwischen einerseits wichtigem städtischem Lebensraum mit Restaurants, Lebensmittel- und anderen Geschäften und andererseits wichtigem Verkehrsraum für alle halleschen Verkehrsarten. An vielen Frühlingsabenden ist dort viel mehr Leben als auf dem Boulevard oder dem Markt.

Am Freitag, dem 25.9.2020, wollen Fridays for Future und der ADFC Halle/Saale praktisch ausprobieren und erfahrbar machen, wie wertvoll dieser Straßenraum ist. Es geht dabei um eine Mischung aus politischer Demonstration, Straßenfest, Diskussionen, Vorträgen, praktischem Ausprobieren. Die Demonstrationen beschränken sich auf die Fahrbahn Richtung Nordwesten (Reileck). Wir als Fridays for Future fordern seit vielen Monaten die Verkehrswende. Die LuWu liegt am Rand der Innenstadt, die autofrei werden soll. Wie sich die Mobilität in der Stadt auf die verschiedenen Verkehrsmittel verteilt, hängt sehr von deren jeweiliger Attraktivität ab, also auch von der Verteilung von Platz und Investitionen, mit der Sicherheit an Kreuzungen, mit der Geschwindigkeit.

Das große Straßenbahnnetz bietet Halle eine gute Ausgangsposition. Aber nur im Verbund mit den anderen emissionsarmen Verkehrsmitteln (Wege zu Fuß, per Rad, im ÖPNV oder per Carsharing) kann der energieintensive Kraftverkehr schnell genug reduziert werden. Die notwendigen Emissionsreduktionen, um das 1,5 Grad Ziel einzuhalten, sind nur mit einer starken Verlagerung weg vom Kraftverkehr hin zum Umweltverbund möglich.

Der ADFC fordert bundesweit „Mehr Platz für’s Rad“. Die LuWu ist gleichzeitig eine der Hauptstrecken des halleschen Radverkehrs und Unfallschwerpunkt. Weil der aktuelle Zustand eindeutig (amtlich bestätigt) nicht regelkonform ist, wird eine bessere und sicherere Verkehrsführung gefordert: Tempolimit von 30 km/h, Möglichkeit der Fahrbahnnutzung, bessere Sichtbeziehungen an den Kreuzungen (Kreuzungsbereiche freihalten), vorgezogene Aufstellflächen vor den Ampeln. Insbesondere ab dem Bäcker Wendt Richtung Edeka sind die Zustände für Rad- und Fußverkehr eine Zumutung, aber auch an anderen Stellen behindern Parkflächen Fußgänger und Geschäfte (zum Beispiel am Eisdealer) – diese Demonstration findet im oberen Teil vom „Evergreen“ bis zur Goethestraße statt.

Der FFF- Teil ist eher im Bereich des Eisdealers bis zur Buchhandlung “heiter bis wolkig” und bietet eine Vielfalt aus Musik, Informationen zum Verkehr, Spiel und Spaß für Kinder, Vorträgen und Diskussionen. Falls Sie oder Ihr dort etwas einbringen wollt, einen Infostand oder einen Diskussionstisch, eine Rede oder ein Rezept, wie man leckeres Essen aus pflanzlichen Zutaten zaubert, einen Plan für das hallesche Parkplatzproblem oder das Radwegenetz, oder die Perspektive von Menschen, die auf das Auto angewiesen sind, können Sie sich zur Koordination gern melden bei Frei.T.Raeumen@fff-halle.de

Oder Sie oder Ihr kommt einfach vorbei, bringt gute Laune und eine Tasse oder einen wiederverwendbaren Becher mit, einen Teller und Besteck, vor allem aber Neugierde und Offenheit.

#KeinGradWeiter: Globaler Klimastreik am 25. September 2020

Weltweit brennen die Wälder, in Kalifornien sind so große Waldflächen verbrannt[1] wie seit Jahrtausenden nicht, der Himmel war großflächig orange. Marsstimmung.

In Sibirien taut der Permafrost und im tiefen Boden aufploppendes Methan reißt explosionsartig riesige und tiefe Krater auf[2], immer mehr “Tore zur Unterwelt”. Und auch dort brennen die Wälder. Im Polarkreis an der Küste des sibirischen Polarmeers waren 37 Grad Hitze, Tropennächte mit über 20 Grad Lufttemperatur, eine Hitzewelle über mehrere Monate. In den USA ist innerhalb von 2 Tagen aus einer Hitzewelle mit über 30 Grad der Winter mit Schnee und Minusgraden hereingebrochen.

Willkommen im neuen Jahrzehnt.

Also das neue Normal? Nein, so lange wir weiter Kohle, Erdöl und Erdgas verfeuern, wird es mit jeder Tonne schlimmer und schlimmer. Wir katapultieren uns aus dem Holozän heraus, aus dem Erdzeitalter, in dem die menschliche Zivilisation entstand und aufblühte, in dem Ackerbau und Viehzucht möglich wurden.

Wollen wir das?

KEIN GRAD WEITER!

Um diese Entwicklung[3] zu stoppen, können wir nicht auf die Vernunft der Politiker*innen hoffen. Das ist spätestens mit den letzten 100 Wochen Klimastreik der Jugend klar geworden. Schöne Worte gab es viele, aber Taten fehlen.
Warum dann überhaupt noch demonstrieren?
Weil wir keine Alternative haben, als der Politik weiter und immer mehr Druck zu machen. Unsere Zukunft ist nicht verhandelbar, das Klima macht keine Kompromisse!
In Halle gibt es am 25.9. ein Konzert, eine Demo, und ein großes Klima-Straßenfest in der LuWu. Um uns alle zu Schützen, findet der Protesr Corona-sicher statt, bringt Mundschutz mit und haltet Abstand.

Um der Politik so richtig Druck zu machen brauchen viele Menschen, also erzählt allen davon, von euren Großeltern bis zu allen Menschen auf der Straße, erzählt Ihnen vom Streik und bringt sie mit!

Quellennachweise

[1] https://www.sfchronicle.com/california-wildfires/article/The-day-the-sun-didn-t-come-up-People-in-15554470.php?utm_campaign=CMS%20Sharing%20Tools%20(Premium)&utm_source=t.co&utm_medium=referral

[2] https://siberiantimes.com/other/others/news/giant-new-50-metre-deep-crater-opens-up-in-arctic-tundra/

[3] https://www.helmholtz-klima.de/aktuelles/klimawissen-aktuell-neues-faktenpapier-erschienen

Nächste Demo 10.07. 14 Uhr

Am Freitag hat die „GroßeKohleKoalition“ das Kohleaussteigsgesetz verabschiedet. Dieses hat seinen Namen nicht verdient, sondern sollte eher Kohleverlängerungsgesetz heißen. Denn entgegen der Forderungen der Klimabewegung und der Wissenschaft will die Bundesregierung erst 2038 aus der Kohle aussteigen und hat dies jetzt im Gesetz verankert.

Das ist nicht hinnehmbar und ein Schlag ins Gesicht der Millionen Menschen, die seit Jahren auf die Straße gehen und einen Ausstieg aus der Kohle fordern. Diese Verabschiedung zeigt uns, dass die GroKo weiterhin die Jugend ignoriert und die Konzerninteressen über die Zukunft stellt.

Dieses katastrophale Gesetz macht es nahezu unmöglich das Pariser Klimaabkommen einzuhalten. Im Gesetz sind neben einem Abschaltplan auch Entschädigungen in Milliardenhöhen für die klimaschädlichen Unternehmen, die Kohlekraftwerke betreiben, vorgesehen. Ohne die staatlichen Anreize wären einige der Kraftwerke bereits sehr viel früher vom Netz gegangen, da diese alt und unwirtschaftlich sind. Durch das Kohlegesetz wird zwanghaft an der Kohle festgehalten.

Für uns ist das nicht tragbar, deshalb werden wir weiter ungemütlich sein, um endlich Maßnahmen für eine ökologische und gerechtere Zukunft umzusetzen.  Klimagerechtigkeit ist für Fridays for Future schon länger ein Thema, jedoch spielen soziale Themen immer nur eine Nebenrolle, obwohl die Klimakrise ein soziales Problem ist. 

Aus diesem Grund werden wir am 10.07. gemeinsam mit vielen anderen engagierten Menschen und Gruppen aus Halle auf die Straße gehen, um für soziale Gerechtigkeit und globale Klimagerechtigkeit zu demonstrieren. Die Klimakrise ist in vielen Aspekten eine soziale Krise, da sie unterdrückte Menschen mehr trifft, vorhandene Krisen verstärkt und Ausbeutungen und Vertreibungen ausweitet.

Auch gesundheitliche Folgen werden zu einer Krise führen. Hinzu kommt, dass viele Menschen, obwohl sie wenig zur Klimaerwärmung beitragen, stärker von der Krise betroffen sind und teilweise jetzt schon oder in Zukunft ihre Heimat verlassen müssen.
In diesem Jahrhundert wird es hunderte Millionen Klimaflüchtlinge geben, wodurch eine starke soziale Krise folgen wird. Für klimaschädliche Industrien werden im globalen Süden Menschen ausgebeutet und vertrieben, um für europäische Konzerne Profite zu erzielen. Das muss ein Ende haben. Menschenrechte müssen endlich über Profite gestellt werden. Viele unterschiedliche Aspekte spielen in diesem sehr breiten Thema eine Rolle und werden auf unserer Demo einen Raum finden.


Die Klimakrise ist eine soziale Krise - soziale Ungerechtigkeiten bekämpfen. Klimagerechtigkeit jetzt.

Dafür demonstrieren wir am 10.07. ab 14 Uhr auf dem Hallmarkt. Anschließend werden wir über eine Route durch die Innenstadt ziehen. Kommt gerne vorbei und leistet euren Beitrag für eine nachhaltigere Zukunft.

Bitte achtet auf Abstände und das tragen einer Mund-Nasenschutz-Bedeckung, denn die Pandemie ist noch nicht vorbei!

KohleEINstiegsgesetz verhindern

Am 03. Juli 2020 steht im Bundestag das Kohleausstiegsgesetz auf der Tagesordnung. Das Gesetz soll die Empfehlung der 2018 eingesetzten Kohle-Kommission umsetzen. In diesem mit Intransparenz und Lobbyismus durchzogenen Prozess wurde sich auf das Abschalten aller Kohlekraftwerke bis 2038 geeinigt.
Um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen und nicht radikale Umweltveränderungen loszutreten, müssen wir unsere gesamten (Netto-)Emissionen bis spätestens 2035 auf null senken. Von anderen C02-Schleudern ganz zu schweigen, ist schon allein deshalb 2038 viel zu spät.
Außerdem sieht das Gesetz vor, die abgeschalteten Kapazitäten durch neue fossile Gaskraftwerke zu ersetzen. Das nimmt Raum, der von erneuerbaren Energien gefüllt werden könnte.
Außerdem ist geplant die Kraftwerksbetreiber mit 4,3 Mrd. Euro zu entschädigen, für zumeist uralte Kraftwerke, welche sowieso bald unrentabel und von selbst vom Netz gegangen wären.
Dadurch wirkt es nicht wie Kohleausstiegs-, sondern wie ein Kohleverlängerungsgesetz. Das viele Geld für alte Kraftwerke sollte man lieber den Menschen geben, die ihre Arbeit verlieren und den Strukturwandel befördern.

Kohleausstieg 2038 bedeutet, dass weitere 18 Jahre lang Dörfer verschwinden, Menschen ihre Heimat verlassen müssen und weiterhin Wälder Tagebaugruben weichen. Außerdem werden weitere 18 Jahre Quecksilber und viele weitere Schadstoffe aus den Kohlemeilern die Gesundheit von Menschen verschlechtern und Deutschland wird auch zukünftig auf irrsinnige Kohleimporte aus Russland, Kolumbien und Australien angewiesen sein.
Deshalb fordern wir einen Kohleausstieg bis spätestens 2030, wie es andere europäische Saaten vormachen. Zusätzlich zum Ausstieg brauchen wir einen Einstieg in erneuerbare Energien in Form einer massive Förderungen, um Solar- und Windenergie ausreichend ausbauen zu können. Denn statt Kohle Gas zu verbrennen, ist keine Alternative, wenn man den Planeten erhalten will, wie wir ihn kennen.
Etwas zu tun ist nicht schwer. Redet darüber mit Freunden oder eurer Familie davon und schreibt einen Nachricht an euren Abgeordneten oder Abgeordnete. Helft mit Zukunft zu gestalten. Schließt euch den zahlreichen Protesten gegen das Kohlegesetz an und kommt am Freitag, den 03.06., um 17 Uhr auf den Marktplatz zu unserer Fahrraddemo und schließt euch anschließend der Critical Mass an.

Kohleausstieg im europäischen Vergleich:

2022: Frankreich, Schweden

2025: Österreich, Irland, Italien, Großbritannien

2029: Finnland, Niederlande

2030: Dänemark, Portugal, Spanien

2038: Deutschland

Kritisches Einkaufen

Reuse, reduce, recycle- Einkauf mit Botschaft Teil 2:

Wann? Freitag, den 08.05. 16-17 Uhr.

Wo? Vor dem Ankleidezimmer, Große Ulrichstraße 29.

Was? Aktivist*innen gehen demonstrativ nachhaltig & klimaschonend shoppen. Wir klären Passant*innen über die Folgen für Mensch & Umwelt eines konventionellen Kleiderkonsums (vor allem von Modegiganten) auf.
Mehr Infos findest du im Anhang.

Slow Fashion & Kleidertausch vs. Fast Fashion & Wegwerfgesellschaft!

Wie beteilige ich mich? Einfach dabei sein oder zusätzlich ein Schild oder Banner zum Thema basteln. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!
Stichworte: Kleidertausch, upcycling, 2. hand.

❗️Beachte: Bitte komme mit Mundschutz und halte einen Abstand von 2 m ein. Danke❗️

Mehr Infos zu der Aktion findest du im Anhang!

✊Wir freuen uns auf euch!💚

#FightEveryCrisis #Kleidertausch #upcycling #slowfashion

Straßenfest am 20.03.2020: #LuWuFREI(T)RÄUMEN

Das Straßenfest, welches in diesem Artikel erwähnt wird, findet auf Grund der aktuellen Sachlage nicht statt. Wir bitten um Verständnis! Hier klicken für weitere Infos.

Die Ludwig-Wucherer-Straße ist geprägt vom Spannungsfeld zwischen einerseits wichtigem städtischem Lebensraum mit Restaurants, Lebensmittel- und anderen Geschäften und andererseits wichtigem Verkehrsraum für alle halleschen Verkehrsarten. An vielen Frühlingsabenden ist dort viel mehr Leben als auf dem Boulevard oder dem Markt.

Am Freitag, dem 20.3.2020, wollen zwei Demonstrationen gemeinsam praktisch ausprobieren und vorführen, wie wertvoll dieser Straßenraum ist. Beide beschränken sich dabei auf die Fahrbahn Richtung Nordwesten (Reileck). Es geht dabei um eine Mischung aus politischer Demonstration, Straßenfest, Diskussionen, Vorträgen, praktischem Ausprobieren.

Wir als Fridays for Future fordern seit vielen Monaten die Verkehrswende. Die LuWu liegt am Rand der Innenstadt, die autofrei werden soll. Wie sich die Mobilität in der Stadt auf die verschiedenen Verkehrsmittel verteilt, hängt sehr von deren jeweiliger Attraktivität ab, also auch von der Verteilung von Platz und Investitionen, mit der Sicherheit an Kreuzungen, mit der Geschwindigkeit.

Das große Straßenbahnnetz bietet Halle eine gute Ausgangsposition, aber nur im Verbund mit den anderen emissionsarmen Verkehrsmitteln (Wege zu Fuß, per Rad, im ÖPNV oder per Carsharing) kann der energieintensive Kraftverkehr schnell genug reduziert werden. Die notwendigen schnellen Emissionsreduktionen, um das 1,5 Grad Ziel einzuhalten, sind nur mit einer starken Verlagerung weg vom Kraftverkehr hin zum Umweltverbund möglich.

Der ADFC Halle fordert „Mehr Platz für’s Rad“. Da die LuWu eine der Hauptstrecken des halleschen Radverkehrs ist und gleichzeitig Unfallschwerpunkt, und weil der aktuelle Zustand eindeutig (amtlich bestätigt) nicht regelkonform ist, wird eine bessere und sicherere Verkehrsführung gefordert: Tempolimit von 30 km/h, Möglichkeit der Fahrbahnnutzung, bessere Sichtbeziehungen an den Kreuzungen (Kreuzungsbereiche freihalten), vorgezogene Aufstelllflächen vor den Ampeln. Insbesondere ab dem Bäcker Wendt Richtung Edeka sind die Zustände für Rad- und Fußverkehr eine Zumutung, aber auch an anderen Stellen behindern Parkflächen Fußgänger und Geschäfte (zum Beispiel am Eisdealer) – diese Demonstration findet im oberen Teil in der Nähe des „Evergreen“ statt.

Unsere Veranstaltung bietet neben der Haltestelle „Willy-Lohmann-Straße“ eine Vielfalt aus veganem Essen, Informationen zum Verkehr, Spiel und Spaß für Kinder, Vorträgen und Diskussionen. Falls Sie oder Ihr dort etwas einbringen wollt, einen Infostand oder einen Diskussionstisch, eine Rede oder ein Rezept, wie man leckeres Essen aus pflanzlichen Zutaten zaubert, einen Plan für das hallesche Parkplatzproblem oder ein Radwegenetz, oder die Perspektive von Menschen, die aufs Auto angewiesen sind, können Sie sich zur Koordination gern melden bei Frei.T.Raeumen@fff-halle.de

Oder Sie oder Ihr kommt einfach vorbei, bringt gute Laune und eine Tasse oder einen wiederverwendbaren Becher mit, und einen Teller und Besteck, und Neugierde und Offenheit.

#NoMorePillePalle – Hört auf die Wissenschaft!

Unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel wird am 20.02. in Halle sein, um den neuen Leopoldinapräsidenten einzuweihen. Dies bietet zweifachen Anlass auf die Straße zu gehen.

Erstens ist die Klimapolitik, die von der Bundesregierung unter Leitung von Frau Merkel vollzogen wird, eine Katastrophe und steuert uns auf die größte anthropogene Krise zu. Die Politik nimmt unsere Forderungen viel zu wenig ernst und blockiert weiterhin ausreichende Maßnahmen gegen den Klimawandel. Die Bundesregierung nimmt ihre Verantwortung als Vorbild für andere Staaten nicht wahr und hält an unwirtschaftlichen, klimaschädlichen und konventionellen Energiequellen fest.

Der Kohlekompromiss ist gebrochen, denn im Sommer soll in Nordrheinwestfalen ein neues Steinkohlekraftwerk in Betrieb genommen werden. Der Ausbau Erneuerbarer Energien ist fast zum Erliegen gekommen. Durch lächerliche Maßnahmen, wie das Klimapäckchen werden wir die Klimakrise nicht lösen können. Es wird Zeit, dass die Bundesregierung ihre Verantwortung wahrnimmt und die Forderungen der zahlreichen Klimagerechtigkeitsbewegungen, wie auch uns, umsetzt. Wir brauchen einen Wandel und dieser muss jetzt beginnen.

Auf der anderen Seite steht die Wissenschaft, die von der Politik weiterhin erfolgreich ignoriert wird, stattdessen richten sich die Verantwortlichen lieber nach der Wirtschaft und den Interessen von Konzernen, welche ständig unsere Umwelt zerstören.

Am Donnerstag, den 20.02.2020 kommen diese beiden Gründe zusammen, da Frau Merkel, als Oberhaupt der Regierung, auf die nationale Akademie der Wissenschaften trifft. Die Leopoldina vertritt als wissenschaftliche Einrichtung auch die Einstellung, dass der Kurs der Regierung in die falsche Richtung führt und dass es endlich Zeit wird ausreichend zu handeln.

Auch die Politik muss erkennen, dass der Klimawandel die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts ist und auch dementsprechend handeln.

Darum gehen wir gemeinsam mit anderen Klimagerechtigkeitsbewegungen am 20.02. auf die Straße. Wir demonstrieren für eine bessere Klimapolitik und für ein Wahrnehmen der wissenschaftlichen Erkenntnisse von den Politiker*innen, damit endlich in einem zukunftsfähigen Maß gehandelt wird.

Außerdem wollen wir an dem Tag auch ein Zeichen gegen den Hass und die Hetze gegen Fridays for Future und für eine solidarische Gesellschaft setzen. Durch den Klimawandel werden soziale Ungerechtigkeiten verschärft, weshalb ein starker gesellschaftlicher Zusammenhalt wichtig ist. Faschismus, Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und sonstige Diskriminierung haben in einer solchen Gesellschaft nichts zu suchen. Aufgrund der vielen Vorkommnisse und der Diffamierung von Rechts, muss Fridays for Future sich erneut öffentlich gegen den Hass positionieren.

Aufruf zur Jubiläumsdemo am 24.01.

Wir feiern wütend unseren Geburtstag – 1 Jahr Fridays for Future Halle

Am 18.01.2019 standen wir das erste Mal in Halle auf der Straße. Ein Jahr später gibt es immer noch kein Kohleausstiegsgesetz, der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist fast zum Erliegen gekommen und die Lage verschlimmert sich. Der Permafrostboden ist in dem Ausmaß aufgetaut, wie es für 2090 vorausgesagt war, Sibirien, der Amazonas, Kongo, Chile und Australien brannten in einer Stärke, wie sie es lange nicht gab; Hurrikans, Überschwemmungen und Dürren. Die Klimakrise trifft längst nicht mehr nur den globalen Süden, auch hier in Deutschland bekommen wir die Erwärmung zu spüren. An den vielen unterschiedlichen Katastrophen zeigt sich, die Klimakrise ist international spürbar und bringt schon jetzt zahlreiche Opfer mit. Jetzt ist die Politik an der Reihe, ausreichend zu handeln und endlich auf die Wissenschaft zu hören.

Fridays for Future hat trotzdem viel erreicht: Wir haben eine weltweite Bewegung aufgebaut, Großstreiks organisiert, in Deutschland über 500 Ortsgruppen gegründet, Millionen Menschen mobilisiert und die Aufmerksamkeit auf die Klimakrise gelenkt. Öffentlich wird Diskutiert und viele Menschen fangen an nachhaltiger zu leben und achten im persönlichen Leben darauf möglichst klimafreundlich zu handeln. Die Politik jedoch ignoriert weiterhin wissenschaftliche Empfehlungen und rühmt sich mit einem völlig unzureichendem „Klimapäckchen“.
Wir sind wütend, weil nicht genug gehandelt wird, weil 2020 ein neues Kohlekraftwerk ans Netz gehen soll, weil ein deutscher Konzern es nicht schafft, den Menschenverstand über Geld und Konzerninteressen zu stellen. Siemens hat, trotz zahlreichen Protesten, zugesagt die Kohlemine Adani zu unterstützen und somit das Weltklima weiter anzuheizen.

Wir werden weiter aktiv sein, weiter Druck machen, damit sich endlich etwas bewegt.

Am 24.01.2020 um 12 Uhr am Hallmarkt werden wir wütend unsere Geburtstagsfeier feiern und lautstark durch die Innenstadt ziehen.

Demoroute