Fridays for Future ruft bundesweit zum Klimastreik am Freitag, 13. November 2026, inmitten der diesjährigen Verhandlungen der Weltklimakonferenz COP 31, auf. Auch in Halle (Saale) ist eine Aktion geplant. Ausgehend vom Landesmuseum soll es ab 17 Uhr einen Demozug durch die Stadt heben. Neben den internationalen Themen soll es auch um das kommunale Klimaschutzkonzept gehen.
Nach einem Sommer, in dem die Klimakrise so spürbar war wie nie zuvor, fordern die Aktivist*innen von der deutschen Bundesregierung, ihren Versprechen und ihrer historischen Verantwortung nachzukommen und zugesagte Gelder an besonders von der Klimakrise betroffene Staaten zu zahlen.
Lotte Hauer von Fridays for Future Halle (Saale) erklärt: “Wir haben diesen Sommer erlebt, wie die Klimakrise Menschenleben kostet und am eigenen Körper gespürt, was Klimakrise bedeutet. Auch die letzte Person muss verstanden haben, dass wir uns ein ‘Weiter-so’ nicht mehr leisten können. Die Weltklimakonferenz muss ein Ort sein, an dem nicht nur Versprechen gemacht werden, sondern auch gehandelt wird. Deutschland hat eine historische Verantwortung und muss jetzt das versprochene und notwendige Geld zur Verfügung stellen und damit endlich ihren gerechten Anteil am Pariser Klimaabkommen leisten.”
Die konkrete Umsetzung von Maßnahmen zur Einhaltung des Pariser Klimaabkommens bleibe aus, kritisiert Fridays for Future. So wurden etwa Geldbeträge im Milliardenbereich versprochen, um besonders Länder des globalen Südens und Inselstaaten zu unterstützen – der Großteil des Geldes ist aber noch nicht gezahlt. Diese Staaten sind die, die am wenigsten zur Klimakrise beitragen, aber am stärksten von ihr betroffen sind. Ohne finanzielle Mittel seien sie der Klimakrise ausgeliefert und gehen wortwörtlich unter, so die Aktivist*innen. Es brauche Geld für Klimaanpassung und Klimaschutz, damit diese global möglich seien. Deutschland könne und müsse liefern, statt nur leere Versprechen zu machen.
Wir laden alle Pressevertreter*innen herzlich zum Klimastreik am 13.11.2026 um 17 Uhr ausgehend vom Landesmuseum ein. Vorab und vor Ort stehen wir Ihnen gerne für Fragen und Interviews zur Verfügung.
In der vergangenen Woche kündigte Oberbürgermeister Alexander Vogt seine Pläne zur Umstrukturierung der Stadtverwaltung an. So soll unter anderem das Dienstleistungszentrum Klimaschutz herabgestuft werden und fortan nur noch ein Team im Fachbereich Umwelt des Geschäftsbereichs Stadtentwicklung sein, welcher nun neben zahlreichen anderen Themen sich auch noch diesem Bereich annehmen soll. Dieser Plan wird von der Klimabewegung scharf kritisiert. Sie sieht ein zentrales Wahlversprechen des Oberbürgermeisters gebrochen.
Paul Ulmer von Fridays for Future Halle dazu: „Im Wahlkampf hatte Herr Vogt noch angekündigt, das Dienstleistungszentrum stärken zu wollen. Stattdessen verliert der Klimaschutz in der Arbeit der Stadtverwaltung durch die Herabstufung an Bedeutung und Sichtbarkeit. Diese Herabstufung sorgt nach den Versprechen im Wahlkampf nicht nur für einen Vertrauensverlust in der Bevölkerung, sondern ist auch ein fatales Zeichen gegen Klimaschutz und damit den Erhalt unserer Lebensgrundlage.“
Fridays for Future betont, grundsätzlich eine Reform des Dienstleistungszentrums für Klimaschutz zu unterstützen. Diese müsse jedoch einen Ausbau und eine Stärkung der vorhandenen Strukturen umfassen und nicht eine Degradierung des Dienstleistungszentrums zu einem bloßen Team im Fachbereich Umwelt. In einer Erklärung Vogts vor der Oberbürgermeister-Wahl versprach dieser selber: “Zur effektiven Umsetzung von Maßnahmen möchte ich ein starkes Dienstleistungszentrum Klimaschutz.” Fridays for Future Halle fordert ihn auf, dieses Versprechen mit höchster Priorität umzusetzen. Die Klimakrise kenne keine Schonfrist für Amtsträger.
„Herr Vogt hat selbst festgestellt, dass Klimaschutz zwar teuer, fehlender Klimaschutz auf Dauer aber teurer und tödlicher ist. Schon jetzt droht 2025, zu einem Dürrejahr in Deutschland zu werden. Zu diesem Zeitpunkt Klimaschutz in den Hintergrund zu rücken, lässt schwere Zweifel entstehen, dass Herrn Vogt am Schutz unserer Lebensgrundlage und der Perspektive für uns junge Menschen wirklich etwas liegt. Er vermittelt, dass der Klimaschutz unter seiner Führung kein zentrales Anliegen unserer Stadt sein wird – was für eine Entscheidung in diesen Zeiten!“, ergänzt Shawn Kunz von Fridays for Future Halle und fordert Oberbürgermeister Vogt auf, seinen verfassungsmäßigen Auftrag zum Klimaschutz ernst zu nehmen.
Gemeinsam mit Beschäftigten streiten wir als Klimabewegung in der Kampagne #WirFahrenZusammen Deutschlandweit für einen besseren und gerechteren ÖPNV. Für Ausbau, Finanzierung und gute Arbeitsbedingungen – auch in Halle.
Ab 2024 verhandeln die Beschäftigten im ÖPNV wieder mit Arbeitgebern und Politik, deutschlandweit. Nur mit ausreichendem Rückhalt und politischem Druck können wir eine sozial gerechte Mobilitätswende erreichen. Im ersten Schritt sammeln wir dafür 50.000 Unterschriften, die wir im Januar übergeben wollen. Damit werden wir zeigen: Wir sind viele! Fahrgäste und Beschäftigte sollten nicht Opfer schlechter Finanzierung sein!
💥 Beim globalen Klimastreik am 15. September starteten wir hier in Halle und in vielen anderen Städten in die nächste Phase unserer Kampagne, zusammen mit den ÖPNV-Beschäftigten. Denn die Verkehrswende, die wir aus sozialer und klimapolitischer Perspektive mehr denn je brauchen, scheitert derzeit an Personalmangel aufgrund von schlechten Arbeitsbedingungen und niedrigen Löhnen. Gemeinsam kämpfen wir für mehr Investitionen in den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs!
🤝 Komm zu unserem Auftakttreffen und werde Teil dieser historischen Bewegung
⏰ 06.11.23 | 18:00 Uhr
📍SSR (Adam-Kuckhoff-Str. 34a)
👉 Wir stellen vor: Welche Kampagnenziele wir verfolgen, was wir bisher gemacht haben, und wie du in den nächsten Monaten dazu beitragen kannst, gesellschaftliche Mehrheiten aufbauen, um zusammen mit den Beschäftigten für gute Arbeit und gute Mobilität für alle zu sorgen.
Warum?: Überall schenkt der Staat Milliarden in Öl, Gas, Kohle, Rüstung, SUVs, Autobahnen. Alleine 70€ Milliarden gehen in fossile Subventionen. Nur für den öffentlichen Personennahverkehr soll kein Cent da sein um ein 9€-Ticket weiterzuführen und die Beschäftigten anständig zu bezahlen.
Der ÖPNV lässt sich oft und an vielen Orten nicht sinnvoll nutzen, weil er kaputt gespart ist. Wir zeigen unsere Solidarität mit den Beschäftigten, die seit einiger Zeit wieder streiken. Oft werden Fahrgäste und Beschäftigte gegeneinander ausgespielt, als wäre Streiken ein Luxusproblem und Fahrgäste das Ziel des Streiks.
Die aller reichsten besitzen fast das gesamte Vermögen, das muss sich ändern! Mobilität muss für alle möglich sein. Durch kürzere Wege zu den Freund*innen, zur Arbeit, um Lebensmittel zu holen und für die Freizeit. Öffentliche Verkehrsmittel müssen barrierefreier werden. Sie müssen auch auf dem Land sinnvoll zur Verfügung stehen. Und es müssen einfach viel mehr Ressourcen vom Auto, das die Stadtflächen zuparkt, in den ÖPNV gehen.
Was wir fordern: Nicht nur eine Mobilität für „die Wohlhabensten“ zu ermöglichen, sondern Mobilität als ein Grundrecht ökologisch sicherzustellen, bessere Arbeitsbedingungen für Beschäftigte, ein Nachfolgemodell zum 9€-Ticket und eine Stadtplanung die kurze Wege im Alltag ermöglicht.
Bring Freunde, Mitschüler*innen, Mitstudierende, Mitazubis, Familie und Bekannte mit. Alle, die den ÖPNV nutzen und alle die ihn nicht nutzen können. Gemeinsam sind wir stark!
Germany still imports 35% (2021: 55%) of their gas from Russia which is mainly used by the industries and households for heat production and sometimes electricity generation. (1)
The gas-embargo describes the governmental ban of gas imports from Russia.
Why do we need an embargo?
Our imports finance the war in the Ukraine – gas-embargo for democracy and peace
Since the beginning of the war (24.2.22) Germany has spent over 24 billion Euros on Russian coal, oil and gas. (2)
The embargo is an important step for the energy turnaround and the observance of the Parisian climate goals.
myth
reality
mass unemployment
unemployment rate without embargo 5,0 % unemployment rate with embargo (3) 2022 → 5,2% 2023 → 6,0%
economic ruin for Germany
economic effect is less sensible compared to the covid pandemic and bearable (4)
personal financial ruin because of increasing prices
low income households are already mostly affected by increase of prices without embargo → more social contributions with stronger focus on low-income earners from politics are needed to support the people (5)
Why LNG is not a long term alternative (6)
LNG = liquid gas
Germany needs to build terminals first which would take at least 2 years → no short term solution which we need right now
is not energetically needed as long term compensation for gap that is created by embargo
usage contributes to constant rising of emissions (liquefying of gas needs a lot of energy)
decrease of demand for gas in future -> risk of loss of investments
How will the embargo work?
short term increase of the usage of coal + floating LNG-terminals
gas reserves need to be filled up until winter (current state: filled up by 28%)
Germany let itself be dependent on one exporter + didn’t expand renewable energies enough at all -> dilemma between two non satisfying options
USA/Canada: Fracking, short term contracrs
Katar: human rights + violations long term contracts which contradict climate goals
more imports from for example norway
coorperation in euorpe + mutual support
saving energy (decrease demand for gas) -> general speed limit, restrictions for industries (cutting down production), political icitations to save ! focus on renewable energies + heat pumps to finally reach an independet and sustainable supply of energy !
Німеччина досі імпортує 35% природного газу з Росії, який в основному використовується промисловістю, а також домогосподарствами для обігріву і частково для генерації електроенергіїю Газове ембарґо описує державну заборону на імпорт природного газу з Росії.
Навіщо нам потрібне газове ембарго?
• Імпорт газу і нафти у Європу фінансує війну в Україні – газове ембарго – демократію і мир
• З початку повномасштабної війни (24.2.22) Німеччина заплатила Росії понад 24 мільярди євро за вугілля, нафту і природний газ.2
• Це важливий крок для миру в Україні та її Боротьбі за демократію.
• Важливий крок на шляху до енергетичного переходу та дотримання Паризьких кліматичних цілей
Міфи
Реальність
Масове безробіття
Рівень безробіття без ембарго 5,0 % Рівень безробіття з ембарго 2022 → 5,2%, 2023 → 6,0%
Економічний крах для Німеччини
Економічний ефект схожий на ефект від ковід-пандемії → грамотна економічна політика + відповідні Інвестиції (необхідність енергетичного переходу) Компенсує вплив ембарґо
Інше: економічний ефект менш серйозний, ніж від ковіду і також може компенсуватися
Особисте фінансове банкрутство, на яке впливає зростання цін
Домгосподарства з низьким рівнем доходу навіть без ембарго страждають найбільше → політики все ще повинні приділяти Більше уваги Підтримці людей з низьким рівнем доходу
Чому Зріджений Природний Газ (ЗПГ/LNG) не є довгостроковою альтернативою6
• Німеччина повинна спочатку побудувати термінали, що займе мін. 2 роки → немає короткострокового рішення, яке нам потрібно прямо зараз для незалежності від росії
• використання сприяє постійному зростанню викидів (Процес зрідження вимагає багато енергії), немає „перехідної технології“, тому що це занадто повільно і шкідливо для клімату
Попит на природний газ знизиться в майбутньому → ризик: цемент втратить інвестиції і знизиться кількість непотрібних викидів у наступні десятиліття
Як втілити ембарґо
Короткострокове збільшення використання вугілля (кліматичні цілі все ще можуть бути досягнуті)
• Короткочасне використання тимчасового (плаваючого) LNG-терміналу
• Поповнення газосховищ на зиму (поточний рівень: 28%)
оскільки Німеччина зробила себе залежною від експортера + не розширила достатньо відновлювані джерела енергії, існує дилема між двома незадовільними варіантами:
Катар: порушення прав людини, довгострокові контракти суперечать Кліматичним цілям
• США / Канада: шкідливий для довкілля фрекінґ (розщеплення шарів гірських порід під високийм тиском для вивільнення газу/нафти), але короткострокові контракти
більше імпорту з напр. Норвегії
• Європейське співробітництво + взаємна підтримка
• Економія енергії (зниження попиту на газ) → напр. обмеження швидкості, обмеження для промисловості, політичні пропозиції щодо економії і т.д.
Треба Зосередитися на відновлюваних джерелах енергії + теплових насосах, щоб, нарешті, створити незалежне і стійке Енергопостачання!