Sommerkonzert 2021

von Music for Future in Kooperation mit Fridays for Future Halle

Klicke einfach auf den Banner, um direkt zur Webseite vom Sommerkonzert zu kommen!

Am 14. Mai wird die Fridays for Future Deutschland AG „Music for Future“ ihr Sommerkonzert in Halle (Saale) veranstalten – für euch live auf YouTube übertragen!

Was ist das Sommerkonzert?

Das Sommerkonzert ist ein Projekt von Music for Future Deutschland, bei dem Künstler*innen verschiedenen Bekanntheitsgrades zusammengebracht werden, um in einem Livestream mit ihrer Reichweite für die Probleme der Klimakrise sensibilisieren zu können. Das Konzert wird auf Youtube gestreamt. Im Livestream wird Musik der Hauptteil sein, allerdings werden vorproduzierte Videos auch auf die Probleme und auf Themen aufmerksam machen, die mit der Klimakrise zusammenhängen. Zum Beispiel behandeln diese erneuerbare Energien und Kohlekraft.

Warum unterstützen wir das Konzert?

Wir als Fridays for Future Halle sehen Musik als wichtiges Ausdrucksmittel, denn Musik ist überall und wird überall gehört. Wir freuen uns, dass das Sommerkonzert in Halle ausgetragen wird und wir somit als lokale Ortsgruppe tatkräftig mithelfen können!

Stream

Weitere Links

Galerie

Demo Rückblick 19. März #AlleFür1Komma5

Vor einer Woche war der 7. globale Klimastreik. Auch in Halle gab es eine Aktion mit ca. 700 Menschen. Die Menschenkette zog sich von der Oper über den Hansering zum Leipziger Turm und von da aus durch die Leipziger Straße zum Marktplatz. So konnte auch an diesem Tag in Halle ein klares Zeichen für konsequentere Klimapolitik und vor allem für Klimagerechtigkeit gesetzt werden.

In den vergangenen Tagen verkündete die Bundesregierung feierlich die Einhaltung der selbstgesteckten Klimaziele für das Jahr 2020, welche eine Verringerung der Treibhausgasemissionen um vier Prozent beinhalteten. Diese vier Prozent ermöglichten das Ziel von 2016, die Treibhausgasemissionen im Zeitraum von 1990 bis 2020 um 40% zu reduzieren. Diese Entwicklung hört sich auf den ersten Blick gut an, handelt sich jedoch leider um eine weitere mangelnde Maßnahme zur Eindämmung der Klimakrise. Die größte Gefahr besteht dabei darin, dass die Politik diese Zahlen als einen großen Erfolg verkauft und damit am Ende wieder nur mit leeren Aussagen arbeitet und nicht mit wirklichen Taten.

Weil wir uns nicht mit den viel zu geringen Versprechungen der Bundesregierung zufrieden geben können sind wir am vergangenen Freitag deutschlandweit mit über 50.000 Menschen auf die Straße gegangen. Weltweit gab es in 62 Ländern, in 802 Städten über 991 Aktionen!

Ein großes Dankeschön an alle, die uns am Freitag tatkräftig unterstützt haben und unsere Aktion damit zu einem großen Erfolg gemacht haben. Wir werden weiter machen und unsere Zukunft nicht in leeren Versprechen der Politik untergehen lassen, das wird sich in diesem Jahr auf der Straße und bei den Wahlen zeigen. Lasst uns unsere Zukunft gemeinsam in die Hand nehmen!

Wenn ihr unsere Arbeit zukünftig nicht nur bei den Demos unterstützen wollt, meldet euch gerne bei uns!

Weiterhin würden wir uns über eine kleine Spende freuen, damit wir unsere Aktionen auch zukünftig erfolgreich durchführen können.

Lebenswerte Innenstadt für ALLE: Mobilität in Halle

In diesem Video wollen wir faktenbasiert über die Verkehrsverhältnisse und Mobilitätsmöglichkeiten in einer Stadt wie Halle (Saale) informieren, genauer über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Verkehrsmittel, wie Schnelligkeit, Unabhängigkeit, Klimafreundlichkeit und mehr. Anlass ist der hallesche Stadtratsbeschluss zur „weitestgehend autoarmen Innenstadt“; zu diesem Thema möchten wir einen wissenschaftlich fundierten Debattenbeitrag leisten, inwiefern Halle noch lebenswerter für alle gestaltet werden kann. Das Video ist in enger Kooperation mit den Students for Future Halle entstanden.
Unsere Quellen sind hier zu finden: https://fff-halle.de/beitrag/lebenswerte-innenstadt-fuer-alle-mobilitaet-in-halle/

Quellen

  1. https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm/nachhaltige-mobilitaet/radverkehr#vorteile-des-fahrradfahrens
  2. https://www.adfc.de/pressemitteilung/destatis-drastischer-anstieg-pedelec-unfaelle
  3. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/160479/umfrage/umsatz-der-deutschen-automobilindustrie/
  4. https://www.umweltbundesamt.de/bild/wegevergleich-von-tuer-zu-tuer-im-stadtverkehr
  5. http://mobilitaet-in-deutschland.de/publikationen2017.html
  6. https://www.helpster.de/parkplatz-die-abmessungen-von-stellplaetzen-beachten-sie-so_125891
  7. https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm/nachhaltige-mobilitaet/radverkehr#vorteile-des-fahrradfahrens
  8. http://www.mobilitadeutschland.de/, et-in-https://www.zeit.de/mobilitaet/2018-11/verkehrsverhalten-studie-deutschland-mobilitaet-2017-autos-carsharing-elektroautos / https://www.wissen.de/hitzewelle-warum-es-staedte-besonders-hart-trifft
  9. https://www.wissen.de/hitzewelle-warum-es-staedte-besonders-hart-trifft, UBA-Studie ‚Vertiefte ökonomische Analyse einzelner Politikinstrumente und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel‘ 43/2020 (PDF frei verfügbar)
  10. https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/fileadmin/files/drs/wp7/drs/d4757zak.pdf
  11. https://www.tagesschau.de/inland/hitzetote-deutschland-103.html
  12. https://www.duh.de/themen/verkehr/klimaschutz-im-strassenverkehr/
  13. https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm/nachhaltige-mobilitaet/radverkehr#vorteile-des-fahrradfahrens
  14. https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Verkehrsunfaelle/Tabellen/unfallbeteiligung-personenschaden.html
  15. https://www.fietsberaad.nl/Kennisbank/Do-Te-Health-Benefts-Of-Cycling-Outweigh-The-Risks
  16. https://www.leopoldina.org/publikationen/detailansicht/publication/saubere-luft-stickstoffoxide-und-feinstaub-in-der-atemluft-grundlagen-und-empfehlungen-2019/
  17. https://www.mz-web.de/halle-saale/feinstaub-problem-wie-wird-halles-dreckigste-strasse-sauberer–25691254
  18. https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/umweltbewusstsein-in-deutschland-2016 (S.64)
  19. www.mobilitaet-in-deutschland.de
  20. https://www.mdr.de/sachsen-anhalt/halle/halle/autofreie-altstadt-innenstadt-100.html
  21. https://sz-magazin.sueddeutsche.de/freie-radikale-die-ideenkolumne/staedte-autofrei-verkehr-mobilitaet-teresa-buecker-89695
  22. http://buergerinfo.halle.de/vo0050.asp?__kvonr=18005
  23. https://www.mdr.de/sachsen-anhalt/halle/halle/autofreie-altstadt-innenstadt-100.html
  24. https://sz-magazin.sueddeutsche.de/freie-radikale-die-ideenkolumne/staedte-autofrei-verkehr-mobilitaet-teresa-buecker-89695
  25. https://www.youtube.com/watch?v=U8EpFt4oH7Y
  26. https://www.spiegel.de/auto/aktuell/autofrei-wie-staedte-versuchen-strassen-mit-leben-zu-fuellen-a-1284291.html

Jahresrückblick 2020

Ein langes Jahr liegt hinter uns, wir nutzen die letzten Stunden dieses Jahres um einen Blick auf das vergangene Jahr zu werfen.

Gemeinsam haben wir im vergangenem Jahr viel erreicht und trotzdem liegt noch ein weiter weg vor uns, diesen gehen wir im neuen Jahr gemeinsam an. Auf uns kommt ein Jahr voller Wahlen zu, in welchem Klimaschutz und Klimagerechtigkeit noch wichtiger sind als in den letzten Jahren.

Wenn also auch du im kommenden Jahr gerne aktiver als bisher gegen den Klimawandel kämpfen möchtest melde dich bei uns einfach per Mail.

Klimaschutzkonzept

Unser Statement zum Klimaschutzkonzept der Stadt Halle – Das angeblich in Zusammenarbeit mit FFF entstandene Klimaschutzkonzept ist entgegen unserer Forderungen immer noch nicht konkret formuliert. Halles Emissionen pro Kopf liegen zwar nach BISKO-Standard unter dem bundesweiten Durchschnitt, jedoch wird dabei einiges nicht berücksichtigt, weshalb das Klimaschutzkonzept unserer Meinung nach schon auf dem falschen Fundament aufbaut. Um das Pariser Klimaziel von 1,5° zu erreichen, müssen die jährlichen Emissionsreduzierungen schon anhand des BISKO-Standards verdoppelt werden. Liebe Stadt, das könnt ihr besser! Unser Forderungspapier finden Sie übrigens jederzeit unter https://fff-halle.de/forderungen/.

Anmerkungen der Scientists for Future zum Klimaschutzkonzept (Zusammenfassung): https://fff-halle.de/wp-content/uploads/2020/06/Anmerkungen-zum-KSK-FFF-Version-Stand-06-06-2020.pdf

Quellen

Video Klimaschutzkonzept der Stadt
Videobeitrag zur Klimabilanz Halle der Scientists for Future

Ab 4:26

Zu Abbildung 1: Vergleich Halle und Deutschland

Hertle, H., Dünnebeil, F., Gebauer, C., Gugel, B., Heuer, C., Kutzner, F. et al. (2014). Empfehlungen zur Methodik der kommunalen Treibhausgasbilanzierung für den Energie- und Verkehrssektor in Deutschland. ifeu – Insitut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH.

Zu Abbildung 4: Stadtfläche

Hertle, H., Dünnebeil, F., Gebauer, C., Gugel, B., Heuer, C., Kutzner, F. et al. (2014). Empfehlungen zur Methodik der kommunalen Treibhausgasbilanzierung für den Energie- und Verkehrssektor in Deutschland. ifeu – Insitut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH. S. 76

Danksagungen

Danke an die Students for Future, Scientists for Future und alle anderen Beteiligten fürs Mitmachen!

Ein großes Dankeschön auch nochmal an den Offenen Kanal Wettin, welcher uns freundlicherweise die Technik zur Verfügung gestellt hat und an das Riesenklein, bei denen wir drehen durften!

5 Jahre Pariser Klimaabkommen

Anlässlich des fünfjährigen Bestehens des Pariser Klimaabkommens finden am 11. Dezember weltweit Fridays for Future Proteste statt. Unter dem Motto #FightFor1Point5 organisiert auch die Gruppe Fridays For Future Halle am Abend des 11. Dezember 2020 um 19:15 Uhr eine Geburtstagsaktion für das Klimaabkommen auf dem Marktplatz. Während das Übereinkommen von Paris theoretisch großer Grund zum feiern ist, lässt bedauerlicherweise die tatsächliche Umsetzung der dort festgeschriebenen Ziele stark zu wünschen übrig. Aufgrund der aktuellen Situation werden wir mit Kerzen, statt mit einer großen Demo ein Zeichen dafür setzen, dass die Verpflichtungen aus dem Abkommen nicht vergessen werden dürfen.

Gemeinsam werden Aktivist*innen auf der ganzen Welt an diesem Tag sowohl mit unterschiedlichen coronakonformen Aktionen als auch online auf das globale Scheitern der bisherigen Bemühungen die Klimakrise einzudämmen aufmerksam machen. Sie fordern die Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze und eine Klimapolitik, die die bereits heute am stärksten von der Klimakrise betroffenen Regionen und Menschen in den Vordergrund rückt. Der Sonderbericht des Weltklimarats von 2018 zeigt den verheerenden Unterschied zwischen 1,5 und 2 Grad durchschnittlicher Erwärmung auf. Dementsprechend stellen sich Umwelt- und Menschenrechtsverbände hinter die 1,5-Grad-Grenze, da nur mitderen Einhaltung die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen gesichertwerden können.

„Meine Heimat, die Philippinen, wurden von Taifun nach Taifun getroffen. Der Kampf für 1,5 Grad ist existenziell für mein Überleben hier und das so vielerMenschen im globalen Süden. Wir wurden unterdrückt und ignoriert, aber wir werden niemals aufgeben. Menschen auf der ganzen Welt geben das Versprechen, weiter für die Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels zu kämpfen, denn in den nächsten fünf Jahre muss sich so vieles ändern. Die nächsten fünf Jahredürfen klimapolitisch nicht so aussehen wie die vergangenen fünf Jahre“, sagt Mitzi Jonelle Tan, Aktivistin von den Philippinen.

Der Anlass der Proteste am 11. Dezember 2020 ist das fünfjährige Bestehen des Pariser Klimaabkommen am 12. Dezember 2020. An diesem Tag unterzeichneten, im Jahr 2015, 195 Staaten in Paris das größte bisherige Klimaabkommen. Durch dieses Abkommen verpflichten sich die Staaten die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad, wenn möglich 1,5 Gradzu begrenzen, um unumkehrbare Effekte durch das Überschreiten sogenannter „Kipppunkte“ im Klimasystem sicher zu verhindern. Im Rahmen dessen stellen die Staaten ihre Klimaziele vor, die alle fünf Jahre überprüft werden. Auch 2020 hielten nur wenige Länder ihre selbst festgelegten, oftmals unzureichenden Reduktionsziele ein. Das hat zur Folge, dass unsere Lebensgrundlage in der Luft steht. Um einem weiteren schlechten Verlauf entgegenzuwirken, fordern wir die Politik auf, jetzt zu handeln und sich klar zur Wissenschaft zu bekennen.

Weiterhin berät der Europäische Rat am 11. Dezember über das neue CO2-Reduktionsziel der Europäischen Union bis 2030. Dieser sieht eine Reduktion von 50-55% vor. Das Europäische Parlament hatte sich zuletzt im Oktober für ein Reduktionsziel in der Höhe von 60% ausgesprochen. Nach Wissenschaftlichen Grundlagen, sind mindestens 80% erforderlich, daher bieten diese Verhandlungen einen perfekten Zeitpunkt um sich für Paris einzusetzten und einen weiteren Schritt in die falsche Richtung zu vermeiden.

Schon seit der Gründung setzt die Fridays for Future Bewegung sich für Klimagerechtigkeit und für die Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze ein. In Deutschland fordert sie unter anderem Klimaneutralität bis 2035, sowie einen beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien mit vollständig klimaneutraler Energieversorgung ab 2035.

Das Vertrauen in die Politiker*innen sinkt weiter, so äußert sich auch Disha Ravi aus Indien:

„Ich habe keine Hoffnungen mehr in unsere Regierungen, deren Ignoranz für die Bedürfnisse der Menschen uns wieder und wieder in Gefahr bringt. Meine einzige Hoffnung liegt bei der Jugend: Wir werden uns zusammenschließen und eine gerechte und lebenswerte Zukunft erkämpfen.“

Wenn die Politik die Jugend also nicht verlieren möchte und sich zu unserer Zukunft bekämpft, müssen Sie jetzt handeln und nicht weiter maßgebliche Entscheidungen vertagen.

Um diese Botschaft noch einmal klar zu zeigen, laden wir alle ein vorbei zu schauen, haltet aber viel Abstand zu anderen Personen und denkt an die Maskenpflicht in der Innenstadt! Wenn ihr nicht kommen könnt, untersützt gerne unsere Online Aktionen!

LuWu frei(t)räumen

LuWu Frei-Träumen, LuWu Freiräumen: Freitag, 25.9.2020, 15:00 – 20:00 Straßenfest, Demo (FFF und ADFC Halle/Saale)

Die Ludwig-Wucherer-Straße ist geprägt vom Spannungsfeld zwischen einerseits wichtigem städtischem Lebensraum mit Restaurants, Lebensmittel- und anderen Geschäften und andererseits wichtigem Verkehrsraum für alle halleschen Verkehrsarten. An vielen Frühlingsabenden ist dort viel mehr Leben als auf dem Boulevard oder dem Markt.

Am Freitag, dem 25.9.2020, wollen Fridays for Future und der ADFC Halle/Saale praktisch ausprobieren und erfahrbar machen, wie wertvoll dieser Straßenraum ist. Es geht dabei um eine Mischung aus politischer Demonstration, Straßenfest, Diskussionen, Vorträgen, praktischem Ausprobieren. Die Demonstrationen beschränken sich auf die Fahrbahn Richtung Nordwesten (Reileck). Wir als Fridays for Future fordern seit vielen Monaten die Verkehrswende. Die LuWu liegt am Rand der Innenstadt, die autofrei werden soll. Wie sich die Mobilität in der Stadt auf die verschiedenen Verkehrsmittel verteilt, hängt sehr von deren jeweiliger Attraktivität ab, also auch von der Verteilung von Platz und Investitionen, mit der Sicherheit an Kreuzungen, mit der Geschwindigkeit.

Das große Straßenbahnnetz bietet Halle eine gute Ausgangsposition. Aber nur im Verbund mit den anderen emissionsarmen Verkehrsmitteln (Wege zu Fuß, per Rad, im ÖPNV oder per Carsharing) kann der energieintensive Kraftverkehr schnell genug reduziert werden. Die notwendigen Emissionsreduktionen, um das 1,5 Grad Ziel einzuhalten, sind nur mit einer starken Verlagerung weg vom Kraftverkehr hin zum Umweltverbund möglich.

Der ADFC fordert bundesweit „Mehr Platz für’s Rad“. Die LuWu ist gleichzeitig eine der Hauptstrecken des halleschen Radverkehrs und Unfallschwerpunkt. Weil der aktuelle Zustand eindeutig (amtlich bestätigt) nicht regelkonform ist, wird eine bessere und sicherere Verkehrsführung gefordert: Tempolimit von 30 km/h, Möglichkeit der Fahrbahnnutzung, bessere Sichtbeziehungen an den Kreuzungen (Kreuzungsbereiche freihalten), vorgezogene Aufstellflächen vor den Ampeln. Insbesondere ab dem Bäcker Wendt Richtung Edeka sind die Zustände für Rad- und Fußverkehr eine Zumutung, aber auch an anderen Stellen behindern Parkflächen Fußgänger und Geschäfte (zum Beispiel am Eisdealer) – diese Demonstration findet im oberen Teil vom „Evergreen“ bis zur Goethestraße statt.

Der FFF- Teil ist eher im Bereich des Eisdealers bis zur Buchhandlung “heiter bis wolkig” und bietet eine Vielfalt aus Musik, Informationen zum Verkehr, Spiel und Spaß für Kinder, Vorträgen und Diskussionen. Falls Sie oder Ihr dort etwas einbringen wollt, einen Infostand oder einen Diskussionstisch, eine Rede oder ein Rezept, wie man leckeres Essen aus pflanzlichen Zutaten zaubert, einen Plan für das hallesche Parkplatzproblem oder das Radwegenetz, oder die Perspektive von Menschen, die auf das Auto angewiesen sind, können Sie sich zur Koordination gern melden bei Frei.T.Raeumen@fff-halle.de

Oder Sie oder Ihr kommt einfach vorbei, bringt gute Laune und eine Tasse oder einen wiederverwendbaren Becher mit, einen Teller und Besteck, vor allem aber Neugierde und Offenheit.

#KeinGradWeiter: Globaler Klimastreik am 25. September 2020

Weltweit brennen die Wälder, in Kalifornien sind so große Waldflächen verbrannt[1] wie seit Jahrtausenden nicht, der Himmel war großflächig orange. Marsstimmung.

In Sibirien taut der Permafrost und im tiefen Boden aufploppendes Methan reißt explosionsartig riesige und tiefe Krater auf[2], immer mehr “Tore zur Unterwelt”. Und auch dort brennen die Wälder. Im Polarkreis an der Küste des sibirischen Polarmeers waren 37 Grad Hitze, Tropennächte mit über 20 Grad Lufttemperatur, eine Hitzewelle über mehrere Monate. In den USA ist innerhalb von 2 Tagen aus einer Hitzewelle mit über 30 Grad der Winter mit Schnee und Minusgraden hereingebrochen.

Willkommen im neuen Jahrzehnt.

Also das neue Normal? Nein, so lange wir weiter Kohle, Erdöl und Erdgas verfeuern, wird es mit jeder Tonne schlimmer und schlimmer. Wir katapultieren uns aus dem Holozän heraus, aus dem Erdzeitalter, in dem die menschliche Zivilisation entstand und aufblühte, in dem Ackerbau und Viehzucht möglich wurden.

Wollen wir das?

KEIN GRAD WEITER!

Um diese Entwicklung[3] zu stoppen, können wir nicht auf die Vernunft der Politiker*innen hoffen. Das ist spätestens mit den letzten 100 Wochen Klimastreik der Jugend klar geworden. Schöne Worte gab es viele, aber Taten fehlen.
Warum dann überhaupt noch demonstrieren?
Weil wir keine Alternative haben, als der Politik weiter und immer mehr Druck zu machen. Unsere Zukunft ist nicht verhandelbar, das Klima macht keine Kompromisse!
In Halle gibt es am 25.9. ein Konzert, eine Demo, und ein großes Klima-Straßenfest in der LuWu. Um uns alle zu Schützen, findet der Protesr Corona-sicher statt, bringt Mundschutz mit und haltet Abstand.

Um der Politik so richtig Druck zu machen brauchen viele Menschen, also erzählt allen davon, von euren Großeltern bis zu allen Menschen auf der Straße, erzählt Ihnen vom Streik und bringt sie mit!

Quellennachweise

[1] https://www.sfchronicle.com/california-wildfires/article/The-day-the-sun-didn-t-come-up-People-in-15554470.php?utm_campaign=CMS%20Sharing%20Tools%20(Premium)&utm_source=t.co&utm_medium=referral

[2] https://siberiantimes.com/other/others/news/giant-new-50-metre-deep-crater-opens-up-in-arctic-tundra/

[3] https://www.helmholtz-klima.de/aktuelles/klimawissen-aktuell-neues-faktenpapier-erschienen

Nächste Demo 10.07. 14 Uhr

Am Freitag hat die „GroßeKohleKoalition“ das Kohleaussteigsgesetz verabschiedet. Dieses hat seinen Namen nicht verdient, sondern sollte eher Kohleverlängerungsgesetz heißen. Denn entgegen der Forderungen der Klimabewegung und der Wissenschaft will die Bundesregierung erst 2038 aus der Kohle aussteigen und hat dies jetzt im Gesetz verankert.

Das ist nicht hinnehmbar und ein Schlag ins Gesicht der Millionen Menschen, die seit Jahren auf die Straße gehen und einen Ausstieg aus der Kohle fordern. Diese Verabschiedung zeigt uns, dass die GroKo weiterhin die Jugend ignoriert und die Konzerninteressen über die Zukunft stellt.

Dieses katastrophale Gesetz macht es nahezu unmöglich das Pariser Klimaabkommen einzuhalten. Im Gesetz sind neben einem Abschaltplan auch Entschädigungen in Milliardenhöhen für die klimaschädlichen Unternehmen, die Kohlekraftwerke betreiben, vorgesehen. Ohne die staatlichen Anreize wären einige der Kraftwerke bereits sehr viel früher vom Netz gegangen, da diese alt und unwirtschaftlich sind. Durch das Kohlegesetz wird zwanghaft an der Kohle festgehalten.

Für uns ist das nicht tragbar, deshalb werden wir weiter ungemütlich sein, um endlich Maßnahmen für eine ökologische und gerechtere Zukunft umzusetzen.  Klimagerechtigkeit ist für Fridays for Future schon länger ein Thema, jedoch spielen soziale Themen immer nur eine Nebenrolle, obwohl die Klimakrise ein soziales Problem ist. 

Aus diesem Grund werden wir am 10.07. gemeinsam mit vielen anderen engagierten Menschen und Gruppen aus Halle auf die Straße gehen, um für soziale Gerechtigkeit und globale Klimagerechtigkeit zu demonstrieren. Die Klimakrise ist in vielen Aspekten eine soziale Krise, da sie unterdrückte Menschen mehr trifft, vorhandene Krisen verstärkt und Ausbeutungen und Vertreibungen ausweitet.

Auch gesundheitliche Folgen werden zu einer Krise führen. Hinzu kommt, dass viele Menschen, obwohl sie wenig zur Klimaerwärmung beitragen, stärker von der Krise betroffen sind und teilweise jetzt schon oder in Zukunft ihre Heimat verlassen müssen.
In diesem Jahrhundert wird es hunderte Millionen Klimaflüchtlinge geben, wodurch eine starke soziale Krise folgen wird. Für klimaschädliche Industrien werden im globalen Süden Menschen ausgebeutet und vertrieben, um für europäische Konzerne Profite zu erzielen. Das muss ein Ende haben. Menschenrechte müssen endlich über Profite gestellt werden. Viele unterschiedliche Aspekte spielen in diesem sehr breiten Thema eine Rolle und werden auf unserer Demo einen Raum finden.


Die Klimakrise ist eine soziale Krise - soziale Ungerechtigkeiten bekämpfen. Klimagerechtigkeit jetzt.

Dafür demonstrieren wir am 10.07. ab 14 Uhr auf dem Hallmarkt. Anschließend werden wir über eine Route durch die Innenstadt ziehen. Kommt gerne vorbei und leistet euren Beitrag für eine nachhaltigere Zukunft.

Bitte achtet auf Abstände und das tragen einer Mund-Nasenschutz-Bedeckung, denn die Pandemie ist noch nicht vorbei!